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Ist Kaffee gesund oder ungesund? OHNE klärt auf!

 

Um das Lieblingsgetränk der Deutschen ranken sich so viele Mythen und Legenden, dass es sowohl Kaffeegenießern als auch erbitterten Erzfeinden des beliebten Wachmachers schwerfällt, die Fakten inmitten der unzähligen Mären zu erkennen.

Obwohl Kaffee schon seit Jahrhunderten getrunken wird und die beliebteste psychoaktive Substanz der Welt ist, hat das schwarze Gold in den letzten Jahrzehnten ein geradezu schizophrenes Image entwickelt.

Die einen sagen: Kaffee ist krebserregend, macht süchtig, ist schlecht für das Herz, entzieht dem Körper Wasser, ist schädlich für Schwangere, macht einen nervös und raubt einem den Schlaf.

Andere behaupten wiederum: Kaffee macht absolut jeden wach, ist ein magisches Heilmittel nach einer durchzechten Nacht, hilft beim Abnehmen und lässt Kopfschmerzen verschwinden.

Aber was stimmt denn davon eigentlich? Ist Kaffee jetzt ungesund oder gesund? Genau das wollen wir uns genauer anschauen.

Ist Kaffee ungesund?

Aktuelle Studien und neueste Erkenntnisse sind sich einig: eigentlich nicht.

Der schlechte Ruf als herzschädigend und krebserregend, den Kaffee in den 80er und 90er Jahren erhalten hat, ist im Jahr 2021 schon lange widerlegt.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung kam 2016 zu dem Schluss, dass Kaffee entgegen der landläufigen Meinung nicht krebserregend ist – solange man ihn kühler als 65° Celsius genießt. Diese Empfehlung betrifft allerdings auch alle anderen Heißgetränke wie Tee oder heiße Schokolade.

Was die Schädlichkeit von Kaffee für das Herz angeht, haben wir eine weitere gute Nachricht für Euch: zahlreiche Studien haben gezeigt, dass ein gemäßigter Genuss von Kaffee (drei bis fünf Tassen am Tag) sogar zu einem niedrigeren Risiko für Herzleiden führen kann und dass beobachtete Personen seltener verkalkte Arterien haben.

Heißt das jetzt, dass Kaffee überhaupt nicht ungesund ist?

koffeinfreier Kaffee in Tasse vor rostigem Hintergrund ist kaffee ungesundNein.

Kaffee erhöht immer noch den Blutdruck direkt nach dem Konsum, was zwar per se nicht schlimm ist, je nach gesundheitlichem Zustand des Trinkenden – wenn dieser schon erhöhten Blutdruck hat – aber auch negative Auswirkungen haben kann. Allerdings muss man hinzufügen, dass nach zwei bis drei Wochen Kaffeekonsum ein Gewöhnungseffekt eintritt und der Blutdruck danach nur noch minimal bis gar nicht ansteigt. 

Auch die Zubereitungsart des Kaffees kann eine Rolle spielen. Forscher haben herausgefunden, dass gekochter Kaffee das LDL-Cholesterin, auch als das „böse Cholesterin“ bekannt, im Blut erhöht und das HDL-Cholesterin, auch als das „gute Cholesterin“ bekannt, senkt.

Mit gekochtem Kaffee ist übrigens der gemeint, den man z.B. in der French Press zubereitet, mit einem klassischen Filter und auch Mocca, wie man ihn auf dem Balkan, in der Türkei oder dem Mittleren Osten zubereitet (hierbei wird der Kaffee nicht gefiltert, sondern erst in einem kleinen Topf gekocht und dann mit dem Kaffeesatz in die Tasse gefüllt). 

Wie bei vielen anderen Genussmitteln kommt es auch beim Kaffee auf die Menge an. Die Frage ist also: wie viel Kaffee ist gesund bzw. ungesund? Wie bereits oben erwähnt, liegt die aktuelle Empfehlung für einen gemäßigten Genuss bei drei bis fünf Tassen (oder auch 400 mg Koffein) am Tag. Bei einer größeren zu sich genommenen Menge können Symptome wie Herzrasen, erhöhter Blutdruck, Angstzustände oder Schlaflosigkeit auftreten.

Hierbei muss auch erwähnt werden, dass die Empfehlung von bis zu 400 mg Koffein am Tag nicht auf alle Menschen zutrifft. Jeder verstoffwechselt Koffein anders, daher kann die Toleranz auch weit unter- oder oberhalb dieses Wertes liegen. Experten raten: Am besten ist es, man hört auf seinen eigenen Körper und gibt ihm so viel oder wenig Kaffee, wie ihm guttut.

 

Die anderen Mythen um ‚ungesunden Kaffee‘

Wie am Anfang des Artikels aufgezählt, gibt es noch mehr Behauptungen rund um die ungesunden Auswirkungen von Kaffee. Diese wollen wir noch schnell für Euch aufklären:

  • Kaffee entzieht dem Körper Wasser

    Dies ist einer der ältesten Mythen rund um Kaffee, viel dran ist an dem Irrglauben aber nicht. Kaffee besteht schließlich fast zu 100 Prozent aus Wasser. Einer der Gründe, der wohl zu der Annahme beigetragen hat, ist der Fakt, dass Kaffee eine harntreibende Wirkung hat. Die Menge an Wasser, die vom Körper wieder ausgeschieden wird, ist jedoch viel geringer als früher vermutet.

    Außerdem betrifft diese harntreibende Wirkung nur Gelegenheitstrinker. Wer regelmäßig Kaffee trinkt, gewöhnt sich an den Effekt und der Körper lernt dagegen zu steuern.
  • Kaffee hemmt das Wachstum bei Teeangern

    Mal ganz davon abgesehen wie sinnvoll der Konsum von Kaffee für Teenager ist oder nicht, auf das Wachstum von Teenies hat er keinerlei Auswirkung. Man kann also ganz entspannt weiterhin mit der Tochter Gilmore Girls schauen und dabei wie Rory und Lorelai ein Tässchen Kaffee genießen.
  • Kaffee macht süchtig

    Wer regelmäßig Kaffee trinkt und schon einmal versucht hat, eine Weile darauf zu verzichten, hat sich vielleicht müde und abgeschlagen gefühlt und mit Kopfschmerzen zu kämpfen gehabt. Klare Anzeichen für einen (Koffein-)Entzug. Trotzdem sprechen Mediziner nicht von einer Sucht, sondern lediglich von einer Gewohnheit. Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, findet in unserem Artikel „Sucht oder Genuss? Alles zum Thema Koffein“ noch mehr Fakten und Infos dazu.

    Forscher haben übrigens herausgefunden, dass viele Probanden, welchen man entkoffeinierten Kaffee während des Entzugs gibt, weniger bis keine Symptome haben und damit ein sogenannter Placebo-Effekt eintritt.
  • Kaffee ist schädlich für Schwangere

    Auch das ist so nicht richtig, obwohl sich die Forschung bis dato noch nicht so wirklich einig ist. Nach einem Gutachten der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit aus dem Jahr 2015 sei es jedoch auch für Schwanger sicher, bis zu 200 mg Koffein am Tag aufzunehmen.

    Eine gute Alternative für all die, die kein Risiko eingehen wollen ist und bleibt jedoch der entkoffeinierte Kaffee.

Ist Kaffee also doch gesund?

Entkoffeinierter Espresso Kaffee auf Tisch mit vielen gesunden Lebensmitteln ist Kaffee gesund?Kurz gesagt: ja.

Allerdings kommt es eben auf die Menge, Art und Zubereitungsart an.

Wie wir weiter oben gelernt haben, kann gemäßigter Kaffeekonsum zu einem niedrigeren Risiko für Herzleiden führen.

Hinzukommen neue Erkenntnisse, die darauf schließen lassen, dass Kaffee das Risiko mindert an Parkinson, Alzheimer oder Diabetes Typ 2 zu erkranken oder einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Auch die Leber profitiert von einem regelmäßigen Kaffeegenuss – egal ob mit oder ohne Koffein. Studien zeigen, dass Kaffeetrinker gesündere Leberwerte vorweisen, als Nicht-Kaffeetrinker. Das Risiko für Gallensteine wird durch Kaffee ebenfalls gemindert.

Forscher haben auch herausgefunden, dass das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, um 26 Prozent gemindert wird, wenn man regelmäßig Kaffee – entkoffeiniert oder nicht – konsumiert.

Eine weitere Studie zeigt, dass Kaffee unsere DNA schützt. Teilnehmer der Studie, die ca. drei Tassen Kaffee am Tag zu sich nahmen, wiesen schon nach vier Wochen 27 Prozent weniger Strangbrüche in ihrem Erbgut auf, als die Teilnehmer, die auf Kaffee verzichteten.

Auch die Zubereitungsart des Kaffees kann eine Rolle spielen.

Wie bereits erwähnt, wirkt sich gekochter Kaffee negativ auf das Cholesterin im Blut aus.

Doch welche positiven Effekte können andere Herstellungsprozesse ausweisen?

Gerösteter Kaffee enthält weniger Chlorogensäure, die bei manchen Menschen unter anderem Magenschmerzen und Sodbrennen auslöst, da sie durch die Hitzeeinwirkung während der Röstung abgebaut wird. Dafür entstehen in diesem Prozess andere Antioxidantien, die sich positiv auf den Körper auswirken.

Gefilterter Kaffee kann übrigens bedenkenlos auch von den Menschen konsumiert werden, die Probleme mit zu hohem Cholesterin im Blut haben.

Alles in allem haben Studien jedoch gezeigt, dass es egal ist, ob man wie in Italien und Spanien vermehrt Espresso, Cold Brew, Milchkaffee oder doch den normalen Filterkaffee zu sich nimmt, die obengenannten positiven Effekte bleiben gleich und all diese Arten sind gesund. Auch bei entkoffeiniertem Kaffee bleiben diese positiven Auswirkungen erhalten, wenngleich es zu leichten Abschwächungen kommen kann.

 

Die anderen Mythen um ‚gesunden Kaffee‘

Natürlich ranken sich nicht nur Mythen um Kaffee, die ihn schlechter machen als er ist, sondern auch Heilsversprechen, die doch nicht ganz stimmen. Auch mit diesen wollen wir für Euch aufräumen:

  • Kaffee ist der ultimative Wachmacher

    Stimmt teilweise. Denn das Koffein im Kaffee bringt den Kreislauf in Schwung. Allerdings dauert das im Durschnitt eine halbe Stunde. Und obwohl das dadurch ausgeschüttete Dopamin dafür sorgt, dass wir uns motivierter und leistungsfähiger fühlen, sorgt das ebenfalls ausgeschüttete Adrenalin dazu, dass wir uns weniger gut konzentrieren können.

    Bei Menschen mit einem niedrigen Blutdruck kann es sogar den gegenteiligen Effekt haben. Da sich der Blutdruck durch das Koffein für kurze Zeit normalisiert, setzt der Körper mehr Schlafhormone frei.
  • Kaffee heilt einen fiesen Kater

    Schön wär‘s. Nach einer durchzechten Nacht brummt der Schädel und Kaffee soll schnelle Abhilfe schaffen. Leider funktioniert das so nicht. Der Mythos, das Kaffee eine ausnüchternde Wirkung hat, hält sich hartnäckig. Mehr als einen kurzen Energiekick kann er einem aber nicht geben, denn leider hat Kaffee absolut keinen Einfluss auf den Alkoholabbau im Körper.
  • Kaffee hilft beim Abnehmen

    Auch das stimmt nur so halb. Kaffee alleine lässt die Pfunde leider nicht wie durch Zauberhand verschwinden. Was er aber kann, ist durch sein enthaltenes Koffein die Freisetzung von Fettsäuren aus den Depots zu fördern. Das hat aber nur dann auch einen Effekt, wenn die freien Fettsäuren durch einen erhöhten Energiebedarf – also körperliche Aktivität – verbraucht werden.
  • Kaffee hilft bei Kopfschmerzen

    Jein. Studien zeigen, dass das Koffein im Kaffee bei leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen die Wirkung einiger Schmerzmittel wie Aspirin und Paracetamol ankurbeln kann. Allein kann der Kaffee gegen die Kopfschmerzen leider nicht ankommen.
  • Espresso enthält viel mehr Koffein als normaler Kaffee

    Das kommt ganz auf die Dosierung an. Denn Espresso hat zwar die höchste Koffeinkonzentration, allerdings wird er in sehr viel kleineren Mengen zu sich genommen. Eine Tasse Espresso enthält daher ca. 40 mg, während eine normale Tasse Filterkaffe ca. 100 mg Koffein enthält.

Ist Kaffee jetzt also gesund oder nicht?

Frau genießt Kaffee ohne Koffein von OHNE und findet Kaffee gesund

Wenn man der aktuellen Forschung glauben schenkt, sieht es ganz so aus, als wäre Kaffee doch sehr viel gesünder als viele glauben.

Das heißt natürlich nicht, dass wir alle Literweise Kaffee in uns schütten sollten. In einem sind sich alle Forscher einig: Kaffee kann gesund sein, allerdings in Maßen.

Und diejenigen, die weiterhin oder in Zukunft auf Koffein verzichten wollen – sei es nun aufgrund einer Schwangerschaft, Unverträglichkeiten oder einfach so – können sich darüber freuen, dass auch entkoffeinierter Kaffee positive Auswirkungen auf unseren Körper hat.

Eines ist ganz klar: Kaffeemythen sollte man nicht ohne weiteres Glauben schenken.

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