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Hashimoto und Kaffee – ist OHNE besser für deine Schilddrüse?

Ob und wie Kaffee sich ganz allgemein auf die Gesundheit auswirkt, haben wir in anderen Artikeln bereits besprochen. Auch die Effekte von speziell entkoffeiniertem Kaffee haben wir für Euch aufgedeckt.

Heute möchten wir jedoch zu einem ganz bestimmten Thema aufklären, zu dem wir auch schon einige Fragen erhalten haben: Kaffee und seine Wirkung auf Hashimoto-Erkrankte.

Was ist Hashimoto überhaupt?

Hashimoto ist eine Erkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse – eine kleine Drüse an der Basis des Halses unterhalb des Kehlkopfes – angreift. Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ und Teil des endokrinen Systems, welches Hormone produziert, die viele Körperfunktionen koordinieren. Um genau zu sein, produziert die Schilddrüse die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Diese sind mitunter für den Grundumsatz und Energieverbrauch des menschlichen Körpers zuständig.

Schilddrüse und Hashimoto

Wenn man an Hashimoto (auch Hashimoto-Thyreoiditis genannt) erkrankt, ist die Schilddrüse chronisch entzündet. Die Ursache dafür ist eine Autoimmunreaktion des Körpers auf die eigene Schilddrüse. Als Folge dieser chronischen Entzündung kommt es bei vielen Patienten zuerst zu einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) – mit Beschwerden wie Herzrasen, Nervosität, Durchfälle und vermehrtem Schwitzen – und dann langfristig zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

Hashimoto ist die häufigste Ursache einer Hypothyreose. Sie betrifft vor allem Frauen mittleren Alters, kann aber auch bei Männern und Frauen jeden Alters und bei Kindern auftreten.

Was sind Symptome von Hashimoto?

Hashimoto schreitet in der Regel langsam über Jahre hinweg voran und führt zu einer chronischen Schädigung der Schilddrüse, die zu einem Abfall des Schilddrüsenhormonspiegels im Blut führt. Die Anzeichen und Symptome sind hauptsächlich die einer Schilddrüsenunterfunktion. Zusätzlich bemerken viele Patienten eine Schwellung an der Vorderseite ihres Halses.

Hashimoto Symptome sind oft die einer Schilddrüsenunterfunktion; u.a. Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Mögliche Symptome von Hashimoto (bei einer Schilddrüsenunterfunktion) sind:

  • Müdigkeit und Trägheit
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Kälte
  • Verstopfung
  • Blasse, trockene Haut
  • Geschwollenes Gesicht
  • Brüchige Nägel
  • Haarausfall
  • Vergrößerung der Zunge
  • Ungeklärte Gewichtszunahme
  • Muskelschmerzen, Empfindlichkeit und Steifheit
  • Gelenkschmerzen und Steifheit
  • Schwäche der Muskeln
  • Übermäßige oder verlängerte Menstruationsblutung
  • Depressionen
  • Gedächtnislücken

Was verursacht Hashimoto?

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem Antikörper gegen die eigene Schilddrüse bildet. Ärzte wissen noch nicht, was genau die Ursache dafür ist. Einige Wissenschaftler vermuten, dass ein Virus oder ein Bakterium die Reaktion auslösen könnte, andere glauben, dass es sich um einen genetischen Defekt handeln könnte.

Eine Kombination verschiedener Faktoren – einschließlich Genetik, Geschlecht und Alter – kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Hashimoto zu erkranken.

Wie wird Hashimoto behandelt?

Die Behandlung von Hashimoto umfasst in der Regel: konstante Beobachtung durch einen Arzt, die Einnahme von Medikamenten (Hormonpräparate, die die Unterfunktion der Schilddrüse ausgleichen) und eine Umstellung der Ernährung und des Lebensstils.

Der Wirkstoff des Medikaments, das in den meisten Fällen verschrieben wird, wird als Levothyroxin oder L-Thyroxin bezeichnet. Es normalisiert die Hormonwerte. Dadurch verschwinden die Beschwerden oft vollständig. Es dauert ungefähr acht bis zwölf Wochen, bis sich der Hormonspiegel im Körper einpendelt. L-Thyroxin wird bei Hashimoto-Thyreoiditis einmal am Tag eingenommen – und das lebenslang.

Neben Medikamenten können ein gesunder, aktiver Lebensstil (mit Sport, wie z.B. Hormon Yoga) und die richtige Ernährung helfen. Auf Iod und glutenhaltige Lebensmittel sollten in der Ernährung verzichtet werden, während Omega-3-Fettsäuren (diese sind entzündungshemmend), die zum Beispiel in Fisch vorkommen, und Probiotika (diese helfen dem Darm und damit dem Immunsystem) förderlich sein können.

Hormon Yoga und andere Sportarten sind hilfreich bei einer Hashimoto Erkrankung

Was ist jetzt mit Kaffee und Hashimoto?

Natürlich kommen wir zu diesem Thema zurück und erklären, wie sich Kaffee bzw. Koffein auf die Schilddrüsenentzündung auswirkt.

Koffein wirkt als Stimulans auf das zentrale Nervensystem, doch seine Wirkung geht über das Gehirn hinaus. Aktuell gibt es keine eindeutigen Studien darüber, ob oder inwieweit Koffein die Schilddrüse beeinflusst. Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass Koffein den Stoffwechsel vorübergehend erhöhen kann, indem es die Fettverbrennung steigert. Da die Schilddrüse für die Regulierung der Stoffwechselvorgänge im Körper verantwortlich ist und Koffein den Stoffwechsel des Körpers erhöhen kann, kann die Schilddrüse dadurch (über)belastet werden.

Ist Kaffee trinken eine gute Idee, wenn man an Hashimoto erkrankt ist? Kommt drauf an.

Die Wirkung von Koffein ist bei jedem Menschen anders. Es kommt unter anderem auf Größe, Gewicht, Gesundheit, Häufigkeit des Konsums, andere Stimulanzen oder Medikamente und die konsumierte Menge an.

Wichtig bei einer Hashimoto-Erkrankung zu wissen ist, dass es bei der Einnahme von Koffein vor allem darauf ankommt, ob man aktuell an einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion leidet.

Koffein und Hyperthyreose

Wie bereits oben erwähnt, führt Hashimoto bei vielen Patienten zuerst zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Koffein kann diese aufgrund seiner stimulierenden Wirkung noch verschlimmern.

Wer an Hyperthyreose leidet und Kaffee trinkt, kann in vielen Fällen feststellen, dass das Koffein darin den ohnehin schon rasenden und unregelmäßigen Herzschlag, den Bluthochdruck und Durchfälle noch verschlimmert.

Koffein und Hypothyreose

Im Gegensatz dazu kann Koffein bei einer Schilddrüsenunterfunktion dazu beitragen, einige der verlangsamten Symptome, wie Verstopfung, niedriger Herzschlag, Kälteunverträglichkeit und Müdigkeit, vorübergehend zu verbessern.

Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass die eine oder andere Tasse Kaffee zwar vorübergehend einige der Hypothyreose-Symptome lindern kann, dies aber (vor allem langfristig) nicht die Lösung ist und vor allem keine Behandlung durch einen Arzt und/oder Medikamente ersetzen kann.

Koffein und die Einnahme von Schilddrüsen-Medikamenten

Unabhängig davon, ob man durch Hashimoto an einer Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion leidet, sollte man dringend beachten, dass Koffein die Einnahme von Schilddrüsen-Medikamenten beeinträchtigen kann.

Medikamente für die Schilddrüse sollten nie mit koffeinhaltigem Kaffee eingenommen werden!

Wer Schilddrüsen-Medikamente einnimmt, muss diese 30 bis 60 Minuten vor der ersten Mahlzeit des Tages einnehmen. Das ist notwendig, weil Nahrung die Aufnahme der Medikamente so beeinträchtigen kann, dass vom Körper nicht die volle Dosis aufgenommen werden kann.

Viele Menschen beachten diese Regel zwar, gehen aber gleichzeitig, fälschlicherweise davon aus, dass sie ihre Schilddrüsenmedikamente mit ihrem liebsten Morgengetränk Kaffee runterspülen können.

Das ist jedoch absolut hinderlich! Koffein beeinträchtigt die Aufnahme der Schilddrüsen-Medikamente im Darm. Das liegt daran, dass Koffein die Darmtätigkeit anregt und auch die Flüssigkeitsmenge erhöht, die vom Körper in den Darm gelangt. Beides kann dazu führen, dass die oral eingenommenen Medikamente zu schnell durch den Darm wandern. Ein Teil des Medikaments kann den Körper dadurch sogar über den Stuhl verlassen, bevor es überhaupt aufgenommen werden kann.

Ist Koffein also schlecht für die Schilddrüse?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort!

Bei einigen Menschen kann Koffein unerwünschte Schilddrüsensymptome auslösen. Andere können das warme Getränk ohne Nebenwirkungen zu sich nehmen.

Nur wer Medikamente einnehmen muss, um seine Hashimoto-Erkrankung zu behandeln, sollte morgens mindestens 1 Stunde nach der Einnahme auf seinen ersten Kaffee warten oder einfach direkt zum entkoffeinierten Kaffee greifen.

Manche Hashimoto-Patienten stellen fest, dass der Verzicht auf Koffein die lästigen Symptome verbessern kann und steigen komplett auf entkoffeinierten Kaffee und andere Getränke ohne Koffein um. Da die Entwöhnung von Koffein jedoch nicht ganz ohne ist, sollte diese so langsam und sanft wie möglich stattfinden. Mehr dazu findet Ihr in unserem Artikel „Warum Koffeinentzug kein Spaß ist und wie man es OHNE Nebenwirkungen schafft“.

Voller Kaffeegenuss OHNE Risiken mit entkoffeiniertem Premium-Kaffee

Um den Entwöhnungserscheinungen entgegenzuwirken und dabei auch noch weiterhin Euren Kaffee genießen zu können, gibt es einen ganz simplen Trick: steigt auf köstlichen, entkoffeinierten Kaffee um.

Denn entgegen vieler Vorurteile ist entkoffeinierter Kaffee genauso lecker wie koffeinhaltiger Kaffee. Vor allem wenn man, wie wir, ein tolles, qualitativ hochwertiges Ausgangsprodukt nimmt, dieses mit einem natürlichen Verfahren entkoffeiniert und es danach schonend röstet. An so einem Kaffee könnt Ihr Euch ganz ohne Risiken oder Genussverlust erfreuen.

 

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OHNE ist der perfekte Begleiter auch bei Hashimoto!

In unserem Fall verwenden wir sehr hochwertige, schadstoffbefreite und fair gehandelte Kaffeebohnen aus Äthiopien, welche wir mit natürlichem CO2 entkoffeinieren lassen und anschließend in der Trommelröstung veredeln. Das macht unseren OHNE zu einem absoluten Premium Kaffee. Mehr über unsere Lieferkette könnt Ihr hier lesen.

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